Auf die Bohne, feeertig? Los!!!

Wir verbrachten die letzte Woche unserer Guatemala-Expedition in der schönen Kolonialstadt Antigua. Nach zwei Wochen Spanisch pauken, hatten wir uns eine Pause gegönnt um die erlernten Inhalte auch mal sacken zu lassen und um auch mal Zeit zu haben Land und Leute weiter kennen zu lernen.
Die Welt kann so schön bunt sein! Herrlich! :-)
Die Welt kann so schön bunt sein! Herrlich! :-)
Was "Leute" übrigens anbelangt, können wir den Guatemalteken eine vorzeitige Note verpassen ... "Prädikat: Besonders nett". Man grüßt sich auf der Straße (egal ob jung oder alt) und nicht selten passiert es einem, dass man Schulterklopfer und Handschakes erhält und das einem eine gute Weiterreise gewünscht wird, und das wie gesagt auf der Straße, also von Unbekannten. Das ganze dann übrigens auch ohne Hintergedanken. Natürlich gibt es auch irgendwelche windigen Händler, die einem ihre Waren und Dienstleistungen unterjubeln wollen, aber auch diese halten nach einem  "No Gracias" ein und sind auch nicht gleich beleidigt, sondern wünschen einem noch einen "Buen dia". Ja sicher, gibt es hier auch Leute, denen man lieber aus dem Weg gehen sollte. Und man sollte tagsüber auf seine Wertsachen aufpassen und nachts nichts durch die Nebenstraßen laufen, aber ganz ehrlich ... das würde man Zuhause doch auch nicht tun. Die "Amis" schicken übrigens ihre Kinder nach Guatemala auf Klassenfahrt ... :-)
Morgens beim Kaffee - Unser Blick auf den Vulkan Aqua
Morgens beim Kaffee - Unser Blick auf den Vulkan Aqua
Zurück zum Bericht ... Antigua war über zweihundert Jahre lang die Hauptstadt Guatemalas, bevor sie im 18. Jahrhundert durch ein schweres Erbeben in Schutt und Asche gelegt worden war. Heute präsentiert sich die Kleinstadt (gerade mal um die 40.000 Einwohner) richtig gehend charmant mit ihrem Kopfsteinpflaster, ihrem barocken Kolonialstil und ihren vielen Kirchen. Natürlich wird das ganze dann noch umrandet von ein paar großen Vulkanen, denen man bei Käffchen auf der Terrasse beim regelmäßigen Ausbrechen zuschauen kann. Ach und Essengehen kann man hier auch ganz toll. Klingt doch gut, oder?
Funny chocoholics at work ...
Funny chocoholics at work ...
Wir besuchten unter anderem auch das örtliche Schokomuseum und erfuhren bei einem zweistündigen Seminar nicht nur alles über Kakao, sondern stellten sogar mit Anis gewürzten Kakaotee, mit Chili aufgeppte Kakaomilch und superleckere Pralinen her und das vom Rösten der Bohnen an bis zum Gießen der noch flüssigen Schokolade in Förmchen und dem anschließenden Garnieren mit Nüssen und Gewürzen. Boah, waren die gut! :-D
Jaaa, da lach ich noch .... - Kaffeemahlen mit Steinwalze und Muckis :-)
Jaaa, da lach ich noch .... - Kaffeemahlen mit Steinwalze und Muckis :-)
Und natürlich mussten wir - da schon mal in einem Kaffeeland - auch eine Kaffeetour mitmachen und da wir ein bisschen Glück hatten, war diese dann auch noch privat, also wir zwei, der Guide und der alte Mann mit der Machete. Letzterem gehörte in dem Fall die Kaffeeplantage und er erzählte uns alles vom Anbau und der verschiedenen Sorten, von Problemen mit Pilzbefällen und entsprechenden Gegenmaßnahmen, von der Ernte bis hin zu einfach allem. Und dass alles während wir über seine Kaffeeplantage stapften. Anschließend gingen wir zu seinem Haus, wo seine Schwiegertochter uns unter Anweisung unseren eigenen Kaffee rösten, mahlen und anschließend aufbrühen ließ. Das war definitiv der frischeste Kaffee, den wir je hatten. Hier erlernten wir auch die unterschiedlichen Röstgrade (Light-Dark-Mild-Espresso-French) und erfuhren auch, dass man in Guatemala eher Blümchenkaffee bevorzugt und dass man hierzulande sogar den Säuglingen ab einem halben Jahr schon das schwarze Flüssiggold verabreicht und das natürlich ohne Milch ... naja, es heißt ja andere Länder, andere Unsitten oder so ähnlich. 

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