DER schönste See ... (Zentralamerikas)

Sooo, da sind wir nun am schönen Lago Atitlan. Wir haben uns für den größten Ort am See, Panajachel (kurz Pana) entschieden, denn von hier aus hat man einen idealen Blick auf den See und die dahinter aufragenden Vulkane und zusätzlich gibt es hier auch noch ein bisschen Leben auf der Straße. 
Ein Haus mit Geschichte
Ein Haus mit Geschichte
Christina hat uns mal wieder mal eine tolle Unterkunft herausgesucht und diese hat es wahrlich in sich. Die Rede ist vom ältesten Hotel des Ortes "Casa Cakchiquel" (nicht zu verwechseln mit dem hässlichen "Hotel Cakchiquel"). Dieses war viele Jahre nicht im Betrieb - da baulich verkommen - und wurde erst vor wenigen Jahren aufwendig und sehr schön von einem Schweizer Unternehmer renoviert und restauriert. Heute findet man in diesem Gebäude neben einem Museum (mehr eine Fotoausstellung), eine aktive Radiostation, ein Sushi-Restaurant, Yoga- und Kindertanz-Kurse und eben zwei neuhergerichtete, besonders schöne Apartments. Der Clou ist, dass hier schon Persönlichkeiten wie der Revolutionsführer Ernesto Che Guevara, der brit. Schriftsteller Aldous Huxley ("1984"), aber auch Filmgrössen wie Ingrid Bergen und auch Klaus Kinsky schon unter diesem Dach geschlagen haben. 
Faszinierend!
Faszinierend!
Wir verbringen die Zeit am See - womit? - Natürlich, mit Spanisch lernen. Wir haben uns für eine Woche in die schönste Schule vor Ort eingeschrieben und geben uns fleißig. Die Schule ist deswegen so schön, weil man während des Unterrichtes auf einer der höchsten Terrassen des Ortes geschult wird, wodurch wir einen herrlichen Blick auf See und Vulkane haben. Zugegeben, das lenkt schon etwas ab, aber wir geben trotzdem alles. In den Pausen versammelt man sich im Patio im Erdgeschoss, wo man von Kaffee und Keksen berauscht den quirligen Kolibris zuschaut, wie sie in der Luft hängen und mit ihren langen, schmalen Schnäbeln den Nektar aus den Blüten einer Art Klimatis-Pflanze herausschnabulieren. Das könnt ich mir übrigens den ganzen Tag ansehen. 
Der "Lago Atitlan" ... ist übrigens selbst ein riesengroßer Krater ....
Der "Lago Atitlan" ... ist übrigens selbst ein riesengroßer Krater ....
Ansonsten sind wir eigentlich nicht besonders aktiv. Wir irren so ein bissl hin und her in der Stadt und am See, erkunden den einen oder anderen Laden und sind einen Tag auch mal mit dem Bootssammeltaxi zu zwei, drei weiteren Dörfchen am See getingelt, die wir jedoch nicht sooo spektakulär fanden. Was aber so auch ganz okay ist. Wir haben ein paar interessante Leute kennengelernt, so z.B. den Lewis aus England, der seit mittlerweile fast fünf Jahren auf Weltreise ist. Aber auch den New Yorker Mike vom "Crossroads-Café", der Kaffee für seine Gäste jeden Tag selber röstet, den besten Karottenkuchen der Welt in seinem Lokal in Pana verkauft und uns eine halbe Stunde nachdem wir uns begegnet sind, weinend in den Armen lag, da er und seine Frau zwei Tage zuvor ziemliches Glück hatten. Ein riesiger Felsbrocken (geschätzter Durchmesser 2 Meter! Wir haben die Aufnahmen bei YouTube gesehen ...) ist in einer stürmischen Nacht mit einer Schlammlawine den Berg hinuntergerollt und befand sich am Ende in (!) deren Schlafzimmer, direkt da wo vorher noch deren Bett stand. Das Bett ist samt den beiden durch den Raum katapultiert worden. Das Haus hat - so würden wir es mal bezeichnen - einen Totalschaden erlitten, die beiden jedoch haben erfreulicherweise nur ein paar Kratzer und einen riesigen Schrecken abbekommen. 

Da fällt mir wiedermal der Satz ein ... "lebe jeden Tag, als ob es Dein letzter wäre." ...

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