Die Giganten aus dem Norden

Die Tage auf der Nordinsel waren eher lässig. Die meisten Highlights (Roturua, Waitomo, Tongariro, etc.) hatten wir hier ja schon bei unserem letzten Aufenthalt erlebt. Doch ein paar Ziele hatten wir noch auf dem Zettel ...

Das Wetter wurde zwar je nördlicher wir kamen zunehmend milder, jedoch auch regenreicher. Das zwang uns leider dazu einige geplante Ziele, wie zum Beispiel den äußerst pittoresken Vulkan Mount Egmont, ausfallen zu lassen. Doch wir ließen uns nicht unterkriegen. Fix auf dem Programm stand, und daran wurde auch festgehalten, ein Besuch bei den größten Regenwald-Bäumen der Welt, den Kauris. Diese gibt es nur hier. Ein "Must-See" also. ;-) 

Der Tane Mahuta mit seinen  51,2m ist der größte der lebenden Kauribäume.  
Tane Mahuta
Tane Mahuta
Der Te Matua Ngahere (übersetzt aus dem Maori'schen: "Vater des Waldes") hat mit 16,41m den größten Stammumfang aller Bäume hier und wird auf 2000 - 3000 Jahre geschätzt.
Te Matua Ngahere "Vater des Waldes"
Te Matua Ngahere "Vater des Waldes"
Beide haben uns von den Socken gehauen. Ganz besonders angetan waren wir jedoch vom "Yakas". Er stellt zwar mit seinem stattlichen Umfang von 15,26m und seiner Höhe von 41,50m keinen Rekord auf, er ist dafür allerdings das wohl größte Lebewesen, was wir je umarmt haben werden. Das war schon etwas ganz besonderes. 
Yakas - Ein Freund zum Anlehnen :-)
Yakas - Ein Freund zum Anlehnen :-)
Einen Abend zuvor hatten wir nahe eines anderen Kauriwaldes gecampt, um nachts alleine durch diesen mit Stirnlampen (Rotlicht ... besser für die Tiere) zu streifen auf der Suche nach wildlebenden Kiwis. Das war schon ziemlich gruselig, mussten wir uns beide im Nachhinein eingestehen. Es gab natürlich nichts was einem hätte gefährlich werden können, aber wenn man da so lang geht, kaum was sehend, und plötzlich einen Blick zur Seite wirft und realisiert, das man nur eine Armeslänge von einem riesigen, schwarzen Giganten (selbst jüngere Kauris haben schnell mal einen Durchmesser von 2-3m) steht, kann man sich ganz schön verjagen. War eine interessante Erfahrung, doch leider haben wir Kiwis nur gehört, aber keine gesehen. 
Wir und Chrissy vor ihrem B&B.  Bevor einer was sagt ... der Bart ist mittlerweile wieder dran! ;-)
Wir und Chrissy vor ihrem B&B. Bevor einer was sagt ... der Bart ist mittlerweile wieder dran! ;-)
Am Ende unserer Zeit in Neuseeland besuchten wir noch eine ehemalige Kollegin von mir, die Chrissy. Sie hat vor rund 10 Jahren ihren Job in Deutschland gekündigt und war hier her ausgewandert. Sie und ihr Mann, Shayne (Halb-Maori, Halb-Norweger), betreiben in der Nähe von Auckland ein B&B und haben uns ganz herzlich bei sich aufgenommen. Wir waren lecker zusammen indisch essen, haben Wein zusammen getrunken und uns über alles mögliche unterhalten. Die beiden haben selbst vor bald auf Reise zu gehen und zwar für 3 Monate durch Europa. Shayne war noch nie da und war - das spürte man - schon sehr aufgeregt. Wir freuen uns für die beiden , möchten ihnen auf diesem Wege nochmals danken für ihre Gastfreundschaft und ihnen eine spannende Reise wünschen. Bleibt gesund Ihr zwei! 

Für uns geht's als nächstes zu den Cook Inseln. Da freuen wir uns auch schon sehr drauf! ;-) 

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