Weiße Ostern am Mount Cook

Boah! Was für ein Anblick! Wie ein König thront Mount Cook bzw. Aoraki (wie er von den Maoris genannt wird), Neuseelands höchster Berg (Höhe 3755m) in einem Nest voller schneebedeckter Riesen ...
Schöner Blick auf Lake Pukaki und Mount Cook
Schöner Blick auf Lake Pukaki und Mount Cook
Wir sind gerade angekommen am Südzipfel des Lake Pukakis, wo wir wieder einmal free campen dürfen. Wir haben strahlend blauen Himmel und von unserem "Wohnzimmerfenster" aus einen direkten Blick auf den See und den dahinter liegenden Mount Cook. Klasse! Heute ist noch dazu Ostern und das wollen wir feiern! Es gibt Lammbraten - Eintopf mit Rosmarin und allerlei Wurzelgemüse und dazu ein gutes Tröpfchen Roten oder zwei ... einfach wunderbar! :-D

Das Wetter schlug leider in der Nacht bereits um und wir wurden von einem so starken Schaukeln geweckt, dass uns schon etwas mulmig wurde. Zum Glück standen wir nicht zu nah an den Klippen, wie die ganzen "Auto- und Zeltcamper", die unbedingt einen "unverbauten"  Blick haben wollten. Am nächsten Morgen standen alle - ausnahmslos - mindestens 100m weiter landeinwärts. Niedlich: Ein Wagen hat sich sogar in unseren Windschatten gestellt, sich quasi an uns rangekuschelt. Wenn wir auf diese Weise helfen konnten. Fein! ;-)
Frisch hier ... brrrr ...
Frisch hier ... brrrr ...
Nach einem stärkenden Müsli fuhren wir die atemberaubende Straße zum Mt Cock - Nationalpark links am See entlang hoch. Das Wetter hatte sich leider nicht gerade verbessert. Es zog sich immer mehr zu und es wurde zunehmend ungemütlicher. Die Wettervorhersage lies auch nichts Gutes erhoffen. Laut dem Reiseführer sollte hier DIE schönste Tageswanderung auf uns warten. Die aber nur Sinn machen würde bei klarem Himmel. Mist, was nun? Weiterfahren und auslassen? Kommt nicht in Frage! Wir entschieden uns für eine Mini-Wanderung zu einen "Viewpoint" mit Blick auf den Tasman Glacier. Anschließend fuhren wir zum Carpark des hiesigen Nationalparks, der nicht nur Ausgangspunkt für die meisten Walks ist, sondern auch gleichzeitig ein DOC-Campground. Umgeben von Schneebergen spürten wir jedoch allmählich, dass der im Wagen integrierte Gas-Heizlüfter nicht mehr gegen die Kälte ankam. Wir tranken noch einen Kaffee und beschlossen dann, doch lieber den auf dem Weg hier her gelegenen Campingplatz aufzusuchen, um dort zu nächtigen. Der war zwar doppelt so teuer, wie der DOC, bot aber eine Steckdose, sodass wir unseren Elekt. Heizlüfter anschmeißen konnten. Bei Minusgraden draußen kann es auch drinnen verdammt kalt werden. Da hilft dann auch die zweite Decke und Kuscheln kaum weiter. 
Chilly-Toni mit Eisscholle und Bergpanorama
Chilly-Toni mit Eisscholle und Bergpanorama
Es war die richtige Entscheidung noch einen Tag zu warten. In der Nacht hatte es geschneit und morgens war es noch frostig kalt. Aber .... die Sonne kam wieder zum Vorschein und so machten wir uns also zum zweiten Mal auf zum Carpark. Und dieses Mal hatten wir Glück! Das Wetter war perfekt! Der Walk bis zum Hooker Lake war weder anstrengend noch allzu weit, dafür jedoch wirklich wirklich schön. An einem Fluss entlang, durch die Hooker Valley zu spazieren und dabei die ganze Zeit über den Mount Cook vor Augen zu haben, während links und rechts kleine  Wasserfälle versuchen auch ein bisschen Aufmerksamkeit zu gewinnen, DAS hat schon was! Am Ende des Weges, am Hooker Lake, hatten wir Zeit ein bisschen zu Picknicken und einer  Gruppe von amerikanischen Mädels dabei zuzusehen, wie sie sich in den eiskalten See wagten, um zu der einzigen darauf befindlichen Eisscholle zu schwimmen und sich dann knipsen zu lassen. Verrückt aber sehr unterhaltsam! :-)

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