Hong Kong

Ein bisschen "Stadtluft" schnuppern nach dem ganzen Rumgereise durch eher dörfliche Gegenden, dass war das was wir mal wieder zur Abwechslung brauchten. Na und da war es doch buchstäblich naheliegend zum "Duftenden Hafen" zu düsen, oder?
Ein ganz normaler Samstag ...
Ein ganz normaler Samstag ...
Den meisten wird unser nächstes Ziel wohl eher unter dem Namen Hong Kong bekannt sein. Eigentlich ein eher unübliches Ziel für Rucksackreisende, es sei denn man knüpft hieran einen Anschlussflug irgendwohin. Unüblich deswegen, weil diese Metropole zu den Städten mit den höchsten Lebenshaltungskosten auf der Welt gehört. Vielleicht haben manche von Euch schon mal von den sogenannten "Cagepeople" gehört. Menschen, die quasi in 2 Kubikmeter großen - Boxen leben, die übereinander gestapelt werden. Die leben hier unter anderem. Seit Hong Kong wieder zu China gehört (1997), haben wohlhabende Chinesen vom Festland sukzessive durch Immobilienerwerb die Preise in die Höhe getrieben. Das ist natürlich bitter für die Einheimischen, aber auch für uns Touristen, da natürlich auch die Hotelpreise extrem gestiegen sind. Wenn man allerdings sorgfältig sucht und vergleicht und bereit ist auf "etwas" Luxus zu verzichten, kann man es jedoch wie wir schaffen trotz schmalem Weltenbummler-Budget eine schöne und spannende Zeit hier zu verbringen. Wir fanden eine kleine Einzimmerwohnung in der obersten Etage eines 8-stöckigen Hochhauses im am dichtesten besiedelten Viertel Mongkok auf der Halbinsel Kowloon für 35 EUR die Nacht. Und da wir Glück hatten und es keinen Fahrstuhl gab, brauchten wir auch keine extra Sporteinheiten mehr. Praktisch, oder? :-)
Bruce und ich hauen'se alle wech ... Wooiiiaaahh .. :-)
Bruce und ich hauen'se alle wech ... Wooiiiaaahh .. :-)
Die Eindrücke die wir bei unserem 6-tägigen Aufenthalt erhalten haben waren recht interessant. Erwartet hatten wir eine Art asiatisches New York und irgendwie war es das auch, aber irgendwie auch wieder nicht. Wir denken Hong Kong ist aber schlussendlich auf seine Art einfach einzigartig. Sauber, klasse Infrastruktur, freundliche Menschen, hektisch und trubelig und überall riecht es nach getoasteten Speck (gibt's überall als Snack zu kaufen ... gewöhnungsbedürftig sag ich mal).   À propos ... bin neulich auf ein treffendes Sprichwort aus China gestoßen: "Die Kantonesen [zu den die Hong Kong Chinesen auch zählen] essen alles was schwimmt, fliegt oder vier Beine hat, außer U-Booten, Flugzeugen und Tischen." :-)
Hong Kong Island by Night
Hong Kong Island by Night
Wir haben hier die Skyline bewundert, sind eingetaucht in die vielen Shoppingmalls, haben richtig leckere Köstlichkeiten (u.a Hong Kong Waffeln ... genial!) ausprobiert und sind viel umher gefahren. Einen Tag haben wir im ruhigen Stadtteil "Stanley" verbracht, was echt nett war und ansonsten haben wir uns einfach durch die Stadt treiben lassen. 

Eine letzte interessante Begegnung hatten wir kurz vor unserer Abreise am Flughafen. Während ich gerade einen Kaffee holen war, sprach eine junge Frau Christina an und bat um ein Interview. Die Gute hieß Prima (heißt wirklich so :-) und hat vor nahezu einem Jahr einen bewundernswerten Entschluss gefasst: Um ihrem Leben mehr "Breite" zu geben, nahm sich die Flughafenverwaltungsangestellte fortan vor täglich nach Feierabend Menschen zu interviewen, die auf ihren Flug warten. Wir haben uns wirklich sehr gefreut ihr begegnet zu sein, denn auch wenn es im Interview um unsere Story ging, haben wir natürlich auch vieles über sie und das Leben in Hong Kong erfahren, womit auch unser Leben etwas "breiter" geworden ist.
Das "Prima-Interview"
Das "Prima-Interview"

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