Vientiane und der "Central-Laos-Loop"

Als wir das Flughafengebäude verließen, waren wir erstmal etwas irritiert: Kein Lärm, keine TukTuk- oder Taxifahrer, die einem ihre Dienste aufdrängen, nichts außer Ruhe ... :-)
Von rechts nach links: nett, nett, ich, nett, nett :-)
Von rechts nach links: nett, nett, ich, nett, nett :-)
In Laos lebt man ziemlich "entschleunigt". Das Land hat gerade mal eine Bevölkerung von knapp 7 Millionen. Vientiane, Laos Hauptstadt, verfügt nur über etwa halb soviel Einwohner wie Bremen. Und von unserem Gastvater erfuhren wir dass ein Laot im Grunde nur soviel arbeitet, dass es gerade eben so zum relaxten Leben reicht. Klingt ja irgendwie ganz nett, aber wo kommen denn dann die ganzen schicken, niegelnagelneuen Geländewagen her, fragten wir uns im Stillen? Die Antwort darauf: Laos hat in den letzten Jahren einen touristischen Aufschwung sondergleichen erlebt. De Laoten haben ökonomisch gesehen richtig auf die steigende Nachfrage reagiert. Die Preise sind enorm gestiegen. Auch Backpacker kommen zwar weiterhin hier auf ihre Kosten, doch man bekommt hier mittlerweile einfach weniger für sein Geld als vergleichsweise in Thailand oder Vietnam. Das ist einerseits schade (für uns Touristen), andererseits aber auch verständlich. Wir streben ja im Grunde (fast) alle nach mehr Wohlstand, warum dann nicht auch die Laoten ...

Hälfte geschafft und wir (inkl. Roller) sind noch heil! :-D
Hälfte geschafft und wir (inkl. Roller) sind noch heil! :-D
Vientiane hat nicht sonderlich viel zu bieten, daher kauften wir uns nach wenigen Tagen Bustickets und fuhren nach Thakhek, ein kleines Provinzstädtchen am Mekong. Wir liehen uns hier einen Motorroller und bewältigten in 3 Tagen den "Central-Laos-Loop". Die Tour war so schön, wie sie auch anstrengend war. Große Streckenteile waren Schotter- und Geröllpisten, die kaum mehr als Schrittgeschwindigkeit zu ließen. Aber selbst da wo Asphalt unseren Weg ebnete, tauchten aus dem Nichts "Todeslöcher"  (Schlaglöcher wäre stark verniedlicht ...) auf. Dafür wurde man jedoch auch entlohnt, mit wunderschöner Natur (Karstfelsen, Seen, viel Grün) und sehr ursprünglichen Dörfern, in denen man immer wieder mal anhielt um zu tanken (Benzin in Schnapsflaschen) und um in "Ein-Gericht-Tavernen" eine warme Suppe einzunehmen.
Vor der "Konglor Cave" mit unserem verrückten Bootsführer ... noch lachen wir ... Aaaah ...
Vor der "Konglor Cave" mit unserem verrückten Bootsführer ... noch lachen wir ... Aaaah ...
Beim Tanken bildete sich meistens eine Traube von 10 Einheimischen (darunter ganz viele süße Kinder) um uns, die allesamt über unser andersartiges Aussehen staunten und freundlich lächelten. Bevor man weiterfuhr musste man sich natürlich von allen erstmal wieder verabschieden. Bleibende Momente.
Ein Highlight bzw. "Highdark" war die "Konglor Cave". Eine 7 km große Höhle, wo ein Fluss sich durchschlängelt, auf dem man mit einem flachen Motorboot und einem verrückten Bootsführer in einem Affentempo in völliger Dunkelheit durchrast. Man hat zwar Stirnlampen dabei, aber die Höhle ist teilweise so groß, dass das Licht einfach geschluckt wurde. Wir hatten echt Schiss, aber auch einen Mordsspass. Das Holzboot hatte übrigens auch ein Leck sodass der Bootsführer alle paar Minuten während Fahrt Wasser herausschöpfen musste ... :-) 

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