Schlechtwetter-Depressionen in Nha Trang

Es ging wieder weiter. Wieder mit dem Sleeperbus. Diesmal war die Fahrt jedoch alles andere als angenehm. Der Busfahrer fuhr wie Sau und die Strassenkonditionen waren "erschütternd". Als wir mit einer fast dreistündigen Verspätung in Nha Trang ankamen, war der Abend schon fortgeschritten und wir waren voll im Eimer. 
Hummerverkäuferin am Strand
Hummerverkäuferin am Strand
Ein Taxifahrer fuhr uns für ca. 1,50 EUR vom Busbahnhof zu unserem Hotel. So wie das Wetter aussah, hofften wir die richtige Wahl mit unserer Bleibe getroffen zu haben, denn wir würden wohl die meiste Zeit im Zimmer abhocken müssen während des viertägigen Aufenthalts. Nachdem wir eingecheckt sind und das Zimmer als tatsächlich gemütlich befunden hatten, machten wir noch eine kleine Runde, um uns die Beine zu vertreten. Alt, sind wir an diesem Abend jedoch nicht mehr geworden. 

Die folgenden Tage gab's nur Sturm und Regen. Wenn wir nicht hin und wieder den Drang verspürten an die frische Luft zu gehen, hätten wir vermutlich die gesamte Zeit in Nha Trang an die Decke unseres Hotelzimmers gestarrt. Das WLAN in unserem Zimmer war leider auch mies und im Fernsehen lief nur Vietnamesisch oder Schrott. Lesen? Tun wir eh schon den ganzen Tag, wir verschlingen ein Buch nach dem anderen (Ein Dank an den Erfinder des Ebooks!), aber den ganzen Tag NUR lesen? Och nö ... Was machen hier überhaupt? Wir wollten hier doch eh nicht herkommen. Ursprünglich wollten wir in diesem eher für den Russischen Pauschaltouristen (Nha Trang verfügt neben Saigon und Hanoi über den dritten Internationalen Flughafen mit Direktverbindung nach Moskau) ausgelegten Urlaubsdomizil eigentlich nur kurz einen einstündigen  Zwischenstopp machen und dann nach Plan mit dem gleichen Sleeperbus mit dem wir hergekommen sind, gleich weiter fahren hoch nach Hoi An. Gleich weiter hätte jedoch bedeutet über Nacht zu fahren und es hätte auch bedeutet weitere 14 Stunden in diesem schleichendem "Shaker" auszuharren. Neee danke, davon hatten wir genug! :-/

Bei diesen Monsterwellen käme auch ohne Rote Fahne wohl keiner auf die Idee baden zu gehen ...
Bei diesen Monsterwellen käme auch ohne Rote Fahne wohl keiner auf die Idee baden zu gehen ...
Das Angebot an richtig guten Restaurants (sogar griechisch! :-) und unsere täglichen, wettertrotzenden Spaziergänge am Strand, wo wir unfassbar große Wellen beobachten konnten, hellte unsere Stimmung wieder auf. Das war wirklich phänomenal! Schade, dass Bilder und Videos nicht annähernd einen Live-Eindruck wiederspiegeln können.

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Kommentare: 1
  • #1

    Lula Selvy (Montag, 06 Februar 2017 23:17)


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