"Lückensüßer" Thailand

Vor ein paar Jahren noch habe ich mal gesagt, man könne sich Bangkok nicht länger als 48 Stunden antun. Denn wenn doch, würde man vermutlich den Erstickungstod erleiden.
Frische Mango und Ananas ... Yummi :-)
Frische Mango und Ananas ... Yummi :-)
Nachdem wir aber nun andere Maßstäbe (Kathmandu) kennengelernt haben, kommt uns nun Thailands Hauptstadt wie das Paradies und der Mittelpunkt der Erde in einem vor. Wir blieben fünf Tage, die wir in vollen Zügen genossen. Unser Hotel, das "Isanook", war zugegeben, nicht ganz so "Backpacker-Style", aber es bot das beste Preisleistungsverhältnis weit und breit und wir hatten auch mal wieder Lust auf was Anständiges. Es hatte ....häkräm ... auch einen schöööööön langeeeen Pool, wo wir auch fleißig jeden Morgen ein paar Bahnen gezogen haben. Für rund 30,- kann man da aber eigentlich auch nicht viel sagen, oder?! Wir haben das natürlich auch kompensiert, indem wir jeden Tag in den Strassenküchen Bangkoks zu Gast waren. Einfach genial. Jede Mutti kocht einfach ihre zwei, drei besten Gerichte und man wird für umgerechnet etwa 1 EUR mit einem leckeren Gericht und seinen Mut königlich entlohnt. Wer nach Thailand kommt, MUSS das einfach machen. Das ist Gesetz! 

Schlemmen wie in der Heimat
Schlemmen wie in der Heimat
Bevor wir uns jedoch in die "kulinarische Unterwelt" gestürzt haben, mussten wir erstmal mit etwas brechen. Wir hatten uns seit 7 Wochen (also über Nepal und Sri Lanka hinweg) komplett vegetarisch ernährt. Anfangs eher aus hygienischen Gründen, dann aber einfach weil es auf dem "indischen Subkontinent" nicht wirklich ein Problem darstellte ohne Fleisch und Fisch auszukommen. In Thailand - so wussten wir - kann es (und so kam es auch regelmäßig) passieren, dass man ein vegetarisches Essen bestellt und man dennoch Hühnchen mit bei bekommt. Ferner wird in der Thailändischen Küche statt mit Fett, eher mit Hühner- oder Rinderbrühe gebraten, was ausgesprochen bekömmlich und lecker ist, aber eben nicht vegetarisch. Also wollten wir unserer Enthaltsamkeit endlich ein Ende setzen und luden uns gegenseitig zur Feier des Tages ins "Deutsche Eck" ein. ;-) Gastwirt Frank verhalf uns mit seinen Kochkünsten (Weisswürste mit Brezn vorweg, dann Schweinsbraten mit Rotkohl und Knödel und einmal Halber Hahn mit Pommes) für einen Moment völlig zu vergessen, dass wir soweit von zuhause weg sind. Es half nichts, das Heimweh mussten wir uns mit lecker Weißbier wegspülen. Ach, war das ein schöner Abend. Auf dem Weg zum Restaurant durften wir übrigens einen dieser besonderen Momente erleben, weswegen wir in die "große weite Welt" gezogen sind. Statt ein Taxi oder ein "TucTuc" zu nehmen, entschieden wir uns für den Stadtbus, den eigentlich nur die Einheimischen nutzen. Das Ticket zahlen tut man im Bus selbst bei der Frau des Busfahrers (ohne Scheiß, die fährt mit  und das ist Ihr Job:-). Jedenfalls kam es dazu nicht, da eine ältere thailändische Dame, die bereits im Bus saß, der Schaffnerin die 20 Baht (umgerechnet 50 Cent) mit einem Fingerzeig auf uns und einem liebevollen Lächeln in die Hand drückte. Wir waren überwältigt, haben uns wildgestikulierend bedankt und haben natürlich keine Anstalten unternommen der Lady dies auszuschlagen, denn das wahre Geschenk daran, war nicht das  Geld, sondern die Freude in ihrem Gesicht sehen zu dürfen, dass sie sich diese Geste leisten konnte.

Es gab aber auch etwas Arbeit für uns in Bangkok: Zum ersten Mal mussten wir im Ausland für ein anderes Land (Vietnam) ein Visum beantragen. Denn anders als in den meisten anderen Ländern, muss man dort das  Visum vor Einreise beantragen. Ein "echtes Visa on Arrival" ist dort leider nicht möglich. Aber was soll's, wir haben Zeit und wollen uns diese spannende Erfahrung nicht entgehen lassen. Am Ende war es dann doch einfacher als gedacht, nur verhältnismäßig nehmen die Vietnamesen ein teures Eintrittsgeld. Wir gehen mal davon aus, dass es sich lohnt. 
Tankstelle auf Phuket - Ob das Zeug in den Flaschen auch mit Cola schmeckt?!
Tankstelle auf Phuket - Ob das Zeug in den Flaschen auch mit Cola schmeckt?!
Da wir das Bedürfnis haben Weihnachten und Silvester in der Zivilisation zu verbringen, kamen wir bei unserer Routenplanung relativ schnell darauf das Hanoi genau das Richtige für uns wäre. Da das Vietnamvisum jedoch nur 30 Tage hält und wir gerade mal Ende November hatten, mussten wir uns zwangsläufig die Zeit vorher etwas vertreiben. Und wo das geht am besten in Thailand? Richtig, am Strand! :-D

Es folgten also noch ein paar schöne, entspannte Tage auf Phuket (Thailands größter Insel). Wir fanden ein kleines, von einem jungen Italiener betriebenes Budget-Guesthouse in Patong und liehen uns für ca. 5,- EUR am Tag einen Roller mit dem wir jeden Nachmittag einen anderen Strand ansteuerten. Was wir die Vormittage machten? Na arbeiten natürlich! Wir konnten in den paar Tagen vor unserer Vietnamreise so einiges planen und buchen. Grob wissen wir nun wie und wo wir die nächsten 6 Monate verbringen werden. Fall es interessiert, werft einen Blick auf unsere Routenübersicht unter "Wo wir sind ...". 

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